Allgemeine Geschäftsbedingungen

der Hares Security UG (haftungsbeschränkt) · Stand: Oktober 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über Sicherheits- und Bewachungsdienstleistungen zwischen der Hares Security UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Auftragnehmer“) und ihren Auftraggebern.

(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) als auch gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB), sofern nachfolgend nichts anderes geregelt ist.

(3) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen, insbesondere:

  • Objekt- und Werkschutz
  • Veranstaltungsschutz
  • Revier- und Streifendienste, Alarmverfolgung
  • Empfangs- und Pförtnerdienste
  • Brandsicherheitswachen
  • sonstige Bewachungsleistungen gemäß § 34a GewO

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder Einzelvertrag.

§ 3 Vertragsschluss

Ein Vertrag kommt zustande durch

  • Annahme eines Angebots des Auftragnehmers in Textform,
  • Auftragsbestätigung des Auftragnehmers in Textform oder
  • tatsächliche Aufnahme der Tätigkeit im Einvernehmen mit dem Auftraggeber.

§ 4 Leistungsdurchführung

(1) Der Auftragnehmer erbringt die Leistungen mit geeignetem und geschultem Personal.

(2) Ein Anspruch auf den Einsatz bestimmter Mitarbeiter besteht nicht.

(3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, qualifizierte Subunternehmer einzusetzen, die über die erforderliche Erlaubnis nach § 34a GewO verfügen.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber ist verpflichtet,

  • alle für die Leistung erforderlichen Informationen bereitzustellen,
  • besondere Gefahrenquellen offenzulegen und
  • den Zugang zu den relevanten Bereichen zu ermöglichen.

Unterbleibt eine erforderliche Mitwirkung, haftet der Auftragnehmer nicht für Schäden, die gerade darauf beruhen.

§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die im Angebot vereinbarten Preise.

(2) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zur Zahlung fällig.

(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen.

§ 7 Stornierung

(1) Bei Absage eines vereinbarten Einsatzes durch den Auftraggeber gelten folgende Ausfallpauschalen:

  • bis 72 Stunden vor Einsatzbeginn: kostenfrei
  • 72 bis 24 Stunden vor Einsatzbeginn: 50 % der vereinbarten Vergütung
  • weniger als 24 Stunden vor Einsatzbeginn: 100 % der vereinbarten Vergütung

(2) Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

§ 8 Haftung

(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt bei

  • Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
  • Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
  • nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Rahmen übernommener Garantien.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Gegenüber Unternehmern ist die Haftung nach Absatz 2, soweit gesetzlich zulässig, der Höhe nach auf die Deckungssummen der bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung begrenzt.

(4) Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn ist, außer in den Fällen des Absatzes 1, ausgeschlossen.

§ 9 Höhere Gewalt

Bei höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, behördliche Maßnahmen, Streiks) ist der Auftragnehmer für deren Dauer von der Leistungspflicht befreit. Der Auftraggeber wird unverzüglich informiert.

§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher

Sofern der Vertrag mit einem Verbraucher außerhalb von Geschäftsräumen oder im Fernabsatz geschlossen wurde, steht diesem ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die dem Verbraucher bei Vertragsschluss gesondert übermittelt wird.

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat.

§ 11 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung.

§ 12 Gerichtsstand und anwendbares Recht

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Berlin.

§ 13 Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.